ill, Jörg Mäckler und Wolfgang Handwerk, Foto: Rudi Zehe

50 Jahre erfolgreich Holz vermarktet

Das FBG-Team v. li. nach re.: Roland Warmuth, Mona Bildhauer, Ute Kerschbaum, Hannah Severin,Nicole Will, Jörg Mäckler und Wolfgang Handwerk

Die Forstbetriebsgemeinschaft Fränkische Rhön und Grabfeld w. V. feierte am 23. Juli 2025 in der Festhalle Heustreu ihr 50-jähriges Jubiläum. Der Zusammenschluss aus kommunalen, altrechtlichen und privaten Waldbesitzern zur gemeinsamen Holzvermarktung und anderen Bereichen der Waldbewirtschaftung hat sich bewährt. Inzwischen ist die FBG mit 35 Gemeinden, über 1100 Waldbesitzern und einer Waldfläche von 18.000 Hektar die zweitgrößte in Unterfranken und verkauft jährlich gute 60.000 Festmeter Holz für Ihre Mitglieder. In einer kurzweiligen Präsentation erzählte der ehemalige forstliche Berater, Erwin Kruczek, den historischen Werdegang der FBG:

Die FBG Rhön-Grabfeld e. V. war die erste Forstbetriebsgemeinschaft in Unterfranken, gegründet am 15. September 1970 in Wargolshausen, mit 42 Gründungsmitgliedern, die zusammen 4.113 Hektar Wald bewirtschafteten. Bereits 1980 war die Waldfläche auf 7.191 Hektar angewachsen, und die Gemeinschaft wurde durch ihre jährliche Eichenstammholzsubmission bekannt, bei der sie oft der einzige Ansprechpartner für private und kommunale Waldbesitzer in Bayern war. Die Submissionen ziehen bis heute Holzkäufer aus dem In- und Ausland nach Hendungen.

Im Laufe der Jahre wurden weitere Gemeinschaften gegründet, darunter die FBG Bad Neustadt 1974 und die FBG Fränkische Platte Nord 1995. Im Jahr 2001 fusionierten die Beiden zur FBG Fränkische Rhön, die damals 8.461,95 Hektar Wald bewirtschaftete und 297 Mitglieder hatte. 2005 kam es zu einer weiteren Fusion mit der Klein-FBG Bad Bocklet. Der Markt Oberelsbach tritt ebenfalls der FBG bei.

Besonders hervorzuheben ist der Einsatz der FBG für die altrechtlichen Waldkörperschaften nach der Forstreform 2005. Mit ihren Waldpflegeverträgen hat sie bis heute eine führende Rolle in Bayern. Zudem beschäftigte die FBG als eine der ersten in Bayern eine Försterin, Frau Ute Kerschbaum. Das zeigt, wie innovativ und fortschrittlich die FBG in dieser Zeit schon war.

Am 22. Oktober 2008 fand die Fusion zur heutigen FBG Fränkische Rhön und Grabfeld statt, mit Bürgermeister Udo Baumann als neuem Vorsitzenden und Jörg Mäckler als Geschäftsführer. Das Vereinsgebiet reicht seitdem von Bischofsheim und Oberelsbach übers Saaletal nach Bad Bocklet und von Maßbach/Rannungen über das Grabfeld bis Sulzdorf a. d. Lederhecke. Für ihre vielfältigen Aktivitäten wurde sie 2013 mit dem bayerischen Staatspreis für vorbildliche Waldbewirtschaftung ausgezeichnet.

Als frohe Botschaft hatte Erwin Kruczek noch zu verkünden, dass man kurz vor der Durchsetzung der Reform für die Verbesserung der rechtlichen Stellung der altrechtlichen Waldkörperschaften steht. Zum Schluss bedankte er sich beim inzwischen 7-köpfigen FBG-Team sowie für die fortwährende Unterstützung durch die Mitgliedskommunen und den Landkreis. Staatssekretär Sandro Kirchner beglückwünschte die Mitglieder in einer Videobotschaft zu ihrem schlagkräftigen Zusammenschluss. Landrat Thomas Habermann dankte in seinem Grußwort Herrn Erwin Kruczek und den Waldkörperschaften für ihr Engagement bei der Umsetzung der Petition für die altrechtlichen Waldkörperschaften und sprach ein Lob an die FBG aus, wie gut hier alles organisiert ist. Auch hier erfolgte ein Dankeschön an das FBG-Team. Die kecken Mundart-Lieder der Gruppe Kaufmannsware lockerten die Stimmung zwischendurch.

Zum Abschluss des Abends wurden die Gäste zu einem Abendessen und einer Tombola (mit hochwertigen Preisen) eingeladen. Ein herzliches Dankeschön an die regionalen Sponsoren. Der Hauptpreis war eine Husqvarna Motorsäge inklusive einem 5-Liter-Kettensägenöl und einem 5-Liter-Kraftstoffkanister. (Text: Nicole Will)

Ubergabe 1.Preis Tombola

Der glückliche Gewinner, Matthias Greier aus
Bastheim, nahm seinen Gewinn strahlend entgegen.
Bild: Mona Bildhauer