Auf den Demonstrationen der Landwirte anlässlich der Aktionswoche in München, Augsburg und Nürnberg hat der Präsident des bayerischen Waldbesitzerverbandes, Josef Ziegler, mit deutlichen Worten die noch nie dagewesene Welle an Regulierung und Bürokratie in Brüssel und Berlin kritisiert.

Mit der Europäischen Verordnung zu entwaldungsfreien Lieferketten (EUDR) wird ein „bürokratisches Monster in Deutschland installiert, um ein Problem zu lösen, dass es nachweislich in Deutschland gar nicht gibt: Ab 01.01.2025 muss ein kleiner 2 Hektar-Waldbesitzer, wenn er seine 3 Ster Schneebruch aufarbeitet und das Holz seinem Nachbarn als Brennholz verkaufen will, diesen Holzeinschlag in eine zentrale Datenbank nach Brüssel melden. Mit Angabe des lateinischen Namens der Bäume, mit der Menge und den Geodaten des Holzeinschlages.“ so Ziegler in seiner Rede.

Ein weiteres Beispiel in Bezug auf Regulierung und Bürokratie ist ein völlig neues Bundeswaldgesetz, welches aktuell in der Ressortabstimmung ist. „Das ist dreimal so lang, als das jetzige Waldgesetz und hat doppelt so viel Paragraphen. Darin wird alles ganz genau geregelt. Baumarten, Rückegassenabstände, Totholz, Genehmigungsvorbehalte der Behörden, Verbote und ein riesiger Katalog an Ordnungswidrigkeiten mit Strafandrohung bis zu einem Jahr Haft und Beschlagnahme von Maschinen und Geräten. Das ist kein Waldgesetz, sondern ein Waldbaubuch für Ideologen!“ so Ziegler.

Quelle: Bay. Waldbesitzerverband