Aktuelles
Wiederaufforstung der Schadflächen
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Monatelang bestimmten die verheerenden Waldschäden in Folge der Dürren 2018 und 2019 die Schlagzeilen. Nun stehen Forstleute und WaldbesitzerInnnen vor der schwierigen Aufgabe, die Schadflächen mit geeignetem Pflanzgut wiederzubewalden. Die Forstbetriebsgemeinschaft Fränkische Rhön und Grabfeldw.V. unterstützt dabei seit vielen Jahren die WaldbesitzerInnen beim Waldumbau im Zeichen des Klimawandels.
Zur Zeit sind die Pflanzmaßnahmen in den Wäldern des Vereinsgebietes in vollem Gange. Durch gute, langjährige Kontakte mit den Baumschulen können wir sicherstellen, dass die WaldbesitzerInnen ihre, für den Waldumbau dringend benötigten, Jungpflanzen auch termingerecht und kostengünstig erhalten. Das ist angesichts riesiger Kahlflächen in ganz Deutschland nicht selbstverständlich, der Bedarf an standortsgerechten Forstpflanzen ist sehr groß. Die FBG Fränkische Rhön und Grabfeldw.V. bestellt jedes Jahr durchschnittlich 100.000 Forstpflanzen für ihre Mitglieder. Die sorgsame Kontrolle der Pflanzenqualität bei der Anlieferung gehört dabei zu den Dienstleistungen der FBG. Durch die Bündelung von großen Bestellungen aus den Kommunalwäldern mit Kleinstbestellungen aus dem Kleinprivatwald werden hohe Rabatte und günstige Konditionen für alle Mitglieder erreicht.
Die FBG-Försterinnen Insa Forstreuter und Hannah Severin organisieren die Bestellungen und Abladestellen im Vereinsgebiet. Im Herbst 2019 wurden rund 60.000 Pflanzen an 55 Waldbesitzer ausgeliefert. Diese Pflanzensortimente werden von den Waldbesitzern selbst gepflanzt. Gleichzeitig sind jede Menge Pflanztrupps der Baumschulen und von Forstunternehmern im Vereinsgebiet unterwegs, die ebenfalls viele Pflanzen auf Schadflächen setzen. Gepflanzt werden die für den Waldumbau in Zeiten des Klimawandels geeigneten Baumarten, hauptsächlich Buchen, Eichen, Tannen, Douglasien und verschiedene Edellaubhölzer wie Ahorn und Kirsche.
Quelle: FBG Fränkische Rhön und Grabfeldw.V.

Gleich drei Generationen einer Waldbesitzerfamilie erhalten in Oberelsbach
Ihre bestellten Pflanzen: Familie Griebel bei der Pflanzenabholung zusammen
mit Förster Matthias Schlund vom AELF Bad Neustadt und unserer
FBG-Försterin Insa Forstreuter (Foto: H. Severin)
Neue Baumarten
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„Neue“ Baumarten für den Klimawandel?
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Die Auswirkungen des Klimawandels auf unsere Wälder machen sich deutlich schneller Dabei sollte man sich zunächst aus dem Fundus der heimischen Baumarten bedienen. Viele heimische |
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Das Klima ändert sich rascher als Bäume in einer Generation wachsen. Dürre- und hitzeresistente Baumarten, die Winterkälte vertragen und auch Spätfrost wegstecken können, sind gefragt.
Waldbauliche Erfahrungen aus der Vergangenheit reichen oft nicht mehr aus.
Bereits jetzt können sich Waldbesitzer im Rahmen der Beratung durch die Forstverwaltung auch die Eignung nicht heimischer Baumarten auf ihrer Waldfläche anzeigen lassen, so z.B. für Edelkastanie, Flaumeiche, Französischer Ahorn, Japanische Lärche, Küsten-Tanne, Robinie, Roteiche, Schwarzkiefer und Zerreiche.
Unter bestimmten Bedingungen kann auch die Kulturbegründung mit diesen Baumarten mit Fördermitteln des Staates unterstützt werden. Sollten Sie Interesse haben, solche Baumarten in Ihrem Wald zu pflanzen, bemüht sich das Team der FBG Fränkische Rhön und Grabfeld w.V. gerne um die Beschaffung des Pflanzgutes.
| Herbstfärbung der Roteiche | Früchte und Blätter der Roteiche |
Gleichzeitig laufen Anbauversuche für weitere Baumarten, wie z.B. die Libanonzeder, die Atlaszeder oder die Türkische Tanne. Hier sollte man zunächst abwarten, welche Erfahrung die Forschung bei diesen Versuchen macht.
Links: Zweig und Nadeln der Libanonzeder Rechts: Ca. 25jährige Libanonzeder |
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Links: Zweig und Nadeln der Türkischen Tanne Rechts: Ca. 30jährige Türkische Tanne |
Weichenstellung für den Erhalt unserer Wälder
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Forstministerin Michaela Kaniber hat die Ergebnisse des Nationalen Waldgipfels in Berlin begrüßt: „Der Bund hat heute wichtige Weichen gestellt, um unsere Wälder in Deutschland zu erhalten und für die Zukunft zu rüsten“, sagte Kaniber bei der Veranstaltung in Berlin.
Bundesagrarministerin Julia Klöckner will den Ländern in den kommenden vier Jahren insgesamt fast 550 Millionen Euro Bundesmittel zur Verfügung zu stellen, vor allem um Schadflächen wieder zu bewalden und klimafeste Mischwälder auszubauen. Davon werden voraussichtlich mehr als 100 Millionen Euro nach Bayern fließen.
„Der Erhalt unserer Wälder ist eine riesige Herausforderung, die wir nur gemeinsam stemmen können. Bayern investiert im Haushaltsjahr 2020 mit über 40 Millionen Euro bereits erhebliche Landesmittel in die Schadensbewältigung und den klimafesten Umbau der Wälder. Die in Aussicht gestellten Bundesmittel ermöglichen uns zusätzliche Spielräume,“ sagte Kaniber.
Die wichtigsten auf dem Waldgipfel diskutierten Eckpunkte können Sie auf den Internetseiten des Bundesministeriums für Ernährungund Landwirtschaft nachlesen: https://www.bmel.de/
Quelle: StMELF
Holz- und Energietag Oberelsbach
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Dieses Jahr ist es wieder soweit: Der im zweijährigen Turnus durchgeführte Holz- und Energietag findet am 6. Oktober 2019 statt. Besucherinnen und Besucher können sich in Vorträgen und Vorführungen sowie in einer Ausstellung über die Themen Wald, Forst, Holz und Energie informieren. Alle Informationen finden Sie hier.
Unser Wald im Klimawandel
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Auch für den Nicht-Forstmann sind die massiven Waldschäden nun deutlich sichtbar. Der Klimawandel ist in Deutschland angekommen. Die Wälder leiden seit zwei Jahren unter Stürmen, Trockenheit und in der Folge einer Massenvermehrung von Borkenkäfern. Auch Schädlinge wie der Schwammspinner an Eiche, der Rußrindenpilz an Ahorn und das Eschentriebsterben weiten sich weiter aus. Schäden in einem bisher nicht gekannten Ausmaß sind auch an der Buche zu beobachten. Bereits 2018 wurden über 30 Millionen Kubikmeter Schadholz eingeschlagen. Für 2019 werden noch höhere Mengen erwartet. Die bisher angefallenen Kahlflächen werden auf mehr als 110000 Hektar geschätzt.
Immer häufiger zu sehen sind Schäden an der Rotbuche(Foto: Joachim Dahmer AELF Bad Neustadt) |
Die Rußrindenkrankheit an Ahorn ist ebenfalls auf dem Vormarsch(Foto: Insa Forstreuter FBG Fränkische Rhön u. Grabfeldw.V.) |
Zurzeit häufen sich vor dem Hintergrund der Waldschäden ideologische Forderungen, den Wald stillzulegen und sich selbst zu überlassen. Wohin das führen würde, kann man derzeit sehr gut in den Nationalparken beobachten, denn auch dort stirbt großflächig der Wald – alle Baumarten sind dabei betroffen. Diese geschützten Wälder werden nun zu einer CO2-Quelle, da das CO2 bei der Verrottung der Bäume nun wieder freigesetzt wird.
Im Wirtschaftswald dagegen wird das Holz aufgearbeitet und zum Beispiel als Bauholz verwendet. Holz entzieht der Atmosphäre CO2 und ist in seiner Ökobilanz unter den Baustoffen unschlagbar. Es speichert Kohlenstoff über die komplette Nutzungsdauer und ersetzt energieintensive Materialien und fossile Brennstoffe, bei deren Herstellung große Mengen Treibhausgase freigesetzt werden. Trotz der Kalamitäten gibt es noch sehr viel Holz in unseren Wäldern und es wächst weiter zu - pro Tag die Menge für 4300 Holzhäuser.
Die Waldbesitzer in Deutschland warten nun dringlich auf Hilfe des Staates. Auch wenn es in Bayern bereits Fördermittel für die waldschutzwirksame Aufarbeitung von Käferholz und für die Wiederaufforstung von Kahlflächen gibt, sind deutlich mehr finanzielle Hilfen notwendig. Viele Waldbesitzer sind durch die Schadholzaufarbeitung finanzielle stark belastet, die Einnahmen aus dem Verkauf des Holzes decken längst nicht mehr den Aufwand. Forderungen aus den Reihen der Waldbesitzer gehen z.B. in Richtung einer CO2-Abgabe an Waldbesitzer. Auch eine deutliche Erhöhung der Hilfen für die Wiederaufforstung wird gefordert. Am 25. September soll der von Ministerin Julia Klöckner angekündigte Waldgipfel stattfinden, zu dem neben den Forstministern der Bundesländer auch Vertreter von Verbänden teilnehmen werden. Zuvor werden vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) am 29. August unter anderem Vertreter der Waldbesitzer, der Forst- und Holzwirtschaft, des Städte- und Gemeindebundes sowie von Naturschutz- und Jagdverbänden Gespräch eingeladen.
- Aushaltung von Käferholz
- Die Forstbetriebsgemeinschaft ist umgezogen!
- Spitzenergebnisse beim Wertholz
- Waldpakt unterzeichnet
- Stürme, Dürre, Schädlinge
- Bayerns Wälder leiden unter Hitze und Trockenheit
- Achtung Borkenkäfer! Die Zeit läuft!
- Unterfränkischer Wald im Wandel - Rückzug des Staates soll "verträglich" sein
Immer häufiger zu sehen sind Schäden an der Rotbuche
Die Rußrindenkrankheit an Ahorn ist ebenfalls auf dem Vormarsch